Niederschwellige Betreuungsangebote in Eisenach

Die Pflege und die Betreuung von alten und kranken Menschen ist ein sehr weites Feld. Immer dann, wenn es sich um eine Pflegeform handelt, die zwischen der privaten und der professionellen Pflege liegt, dann spielen niederschwellige Betreuungsangebote eine wichtige Rolle. Niederschwellige Betreuungsangebote werden seit 2001 angeboten, als das Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz in Kraft trat und das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz aus dem Jahre 2008 machte es möglich, dass für die niederschwelligen Betreuungsangebote 50 Millionen Euro mehr pro Jahr bewilligt wurden.

Das niederschwellige Betreuungsangebot

Niederschwellige Betreuungsangebote sind salopp ausgedrückt eine Mischung aus vielen unterschiedlichen Pflegeformen. Dazu gehört neben der Hilfestellung beim Einkaufen auch die Begleitung zu Veranstaltungen, ebenfalls zu den Angeboten zählen Sprachübungen, eine Musiktherapie, das Erstellen einer Struktur für den Tagesablauf oder das Vorlesen von Zeitungen oder Büchern. Gymnastik und die Verbesserung der motorischen Fähigkeiten oder auch nur ein anregendes Gespräch zu führen, kann ebenso ein Teil des Betreuungsangebots sein. Für das Betreuungsangebot kommen ehrenamtliche Helfer genauso infrage wie professionelle Helfer, es gibt die Betreuung in der Gruppe, aber auch Angebote, die individuell angepasst werden.

Für wen sind niederschwellige Betreuungsangebote geeignet?

Niederschwellige Betreuungsangebote sind in der Regel für Menschen gedacht, die eine intensive Pflege brauchen. Viele ältere Menschen mit Demenz werden niederschwellig betreut, aber auch Menschen, die psychisch krank sind oder die eine geistige Behinderung haben, werden im Rahmen eines niederschwelligen Betreuungsangebots in ihrem alltäglichen Leben unterstützt. Das Angebot kommt aber auch für Menschen infrage, die bereits eine Pflegestufe haben, auch sie können niederschwellige Betreuungsangebote in Anspruch nehmen. Vor allem von pflegenden Angehörigen wird das niederschwellige Betreuungsangebot gerne angenommen, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass oftmals leichte Hilfe von außen angenommen wird. Alle Angebote von ProSenior aktiv werden jedoch nur von examinierten Fachkräften oder von speziell ausgebildeten Betreuern erbracht.

Niederschwellige Betreuungsangebote – gibt es eine finanzielle Unterstützung?

Das niederschwellige Betreuungsangebot wird aus den Mitteln der Pflegekassen mit einem sogenannten zusätzlichen Betreuungsbeitrag finanziert. Die Kosten für ein niederschwelliges Betreuungsangebot sind je nach Anbieter unterschiedlich hoch. In der Regel liegen die Kosten aber zwischen 100,- Euro und 200,- Euro, je nachdem, wie hoch der Umfang des Pflegebedarfs ist. Unabhängig von anderen Leistungen wird nach dem Sozialgesetzbuch XI ein zusätzlicher Betreuungsbetrag gewährt. Diese Leistung wird aber nicht an den Pflegebedürftigen selbst ausgezahlt, sondern von den Pflegekassen mit den Betreuungsangeboten direkt abgerechnet. Alle, die einen Angehörigen in seinem häuslichen Umfeld pflegen und betreuen, können sich zum Beispiel beim Deutschen Roten Kreuz, bei den Maltesern, der Caritas oder auch bei der Alzheimer-Gesellschaft über das niederschwellige Betreuungsangebot informieren.

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